{"id":2188,"date":"2024-11-16T17:56:55","date_gmt":"2024-11-16T17:56:55","guid":{"rendered":"https:\/\/swissmedmusica.ch\/?p=2188"},"modified":"2024-11-16T17:57:30","modified_gmt":"2024-11-16T17:57:30","slug":"gesundheitsmanagement-als-erfolgsfaktor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/swissmedmusica.ch\/en\/gesundheitsmanagement-als-erfolgsfaktor\/","title":{"rendered":"Gesundheitsmanagement als Erfolgsfaktor"},"content":{"rendered":"<p>Der diesj\u00e4hrige Tag begann buchst\u00e4blich mit Paukenschl\u00e4gen: Das Mallets-Ensemble Oberer Sempachersee der Musikschule Oberer Sempachersee begeisterte zur Er\u00f6ffnung mit Energie und Virtuosit\u00e4t, bevor der Z\u00fcrcher Sport- und Musikermediziner Christoph Reich aufzeigte, wie sich Konzepte des Selbstmanagements vom Sporttraining auf das Musizieren \u00fcbertragen lassen. Eine \u00dcberlastungsproblematik sei, so Reich, zuallererst die Folge einer zu schnellen oder zu punktuellen Belastungssteigerung. Mechanische und statische Faktoren beeinflussten die Toleranzreserve. Sie m\u00fcssten eruiert und angepasst werden.<br \/>\nCinzia Cruder (Conservatorio della Svizzera Italiana und University of Applied Sciences and Arts of Southern Switzerland) und Dawn Rose (Hochschule Luzern \u2013 Musik) pr\u00e4sentierten aktuelle Forschungen aus den Schweizer Musikhochschulen. Letztere schliessen sich erfreulicherweise zusammen, um in einer Langzeitstudie Risiken der spielbedingten Muskel-Skelett-Erkrankungen (Playing-Related Musculoskeletal Disorders, PRMD) zu evaluieren. Cinzia Cruder pr\u00e4sentierte Resultate ihrer paneurop\u00e4ischen \u00abRismus\u00bb-Studie  (\u00abRisk Of Music Students\u00bb).<br \/>\nSie weist nach, dass bloss ein Drittel aller Musikstudierenden nicht unter PRMD leiden. Dawn Rose mahnte an, dass die Studierenden und die Musikhochschulen eine gemeinsame Verantwortung f\u00fcr ihr Wohlergehen haben und traditionelle Vorstellungen von Erfolg hinterfragt werden m\u00fcssen. Etwa wenn es um die nach wie vor herumgeisternde \u00dcberzeugung geht, Fortschritte m\u00fcssten mit Schmerzen erkauft werden oder die Suche nach Hilfe sei bereits ein Zeichen des eigenen Versagens.<br \/>\nWenn es darum geht, das Gesundheitsmanagement in der Musikp\u00e4dagogik zu sichern, muss neueren Entwicklungen Rechnung getragen werden. Neben den traditionellen Musikschulen beleben immer mehr private Musikschulen und sogar globale Onlineangebote den Markt. Damit bestimmen die Lernenden \u2013 vor allem diejenigen mit sehr knappen finanziellen Ressourcen \u2013  immer mehr, welche Formen des Unterrichts sie autonom kombinieren wollen. Die Perspektive der privaten Anbieter brachte Gerhard Wolters, der Gr\u00fcnder einer eigenen Akademie ein. Man konnte aus seinen Ausf\u00fchrungen schliessen, dass er die ungehinderte intrinsische Motivation von Lernenden als vermutlich wichtigste Pr\u00e4ventionsmassnahme betrachtet.<br \/>\nDer deutsche Psychiater und Musikermediziner Peer Abilgaard wies zum Schluss darauf hin, dass der weitaus gr\u00f6sste Anteil am Gelingen des Musikunterrichts die gelingende, vertrauensvolle Beziehung ist und dass die exzellentesten Musiker, vor allem diejenigen, die in ihren Ausbildungen nie mit Krisen oder verst\u00f6renden technischen Herausforderungen zu k\u00e4mpfen hatten, nicht unbedingt auch die besten P\u00e4dagogen sind. Geraten Studierende in Krisen, sei es entscheidend, ihr Leid zu w\u00fcrdigen und dem Reflex zu widerstehen, dieses herunterzuspielen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Nationale Gesundheitstag Musik der Swissmedmusica hat am 9. November 2024 im Neubad Luzern die Br\u00fccke zwischen Musikp\u00e4dagogik, Sport- und Musikermedizin geschlagen.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":2191,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[36],"tags":[],"class_list":["post-2188","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-gesundheitstag-musik"],"translation":{"provider":"WPGlobus","version":"3.0.5","language":"en","enabled_languages":["de","fr","it","en"],"languages":{"de":{"title":true,"content":true,"excerpt":true},"fr":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"it":{"title":false,"content":false,"excerpt":false},"en":{"title":false,"content":false,"excerpt":false}}},"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/swissmedmusica.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/241113_SMZ_SMM_Foto-scaled.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/swissmedmusica.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2188","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/swissmedmusica.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/swissmedmusica.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/swissmedmusica.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/swissmedmusica.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2188"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/swissmedmusica.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2188\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2196,"href":"https:\/\/swissmedmusica.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2188\/revisions\/2196"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/swissmedmusica.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2191"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/swissmedmusica.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2188"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/swissmedmusica.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2188"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/swissmedmusica.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2188"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}