Geschichte

Swissmedmusica wurde 1997 in Bern als «Schweizerische Gesellschaft für Musik-Medizin» ins Leben gerufen. Die Gründungsmitglieder waren die Musikerin Pia Bucher, der Zahnarzt Joachim Lahme und der Unternehmer Beat Vollmar.

Auslösend für die Gründung war die immer grösser werdende Zahl von Musikern und Musikerinnen mit eingeschränkter Spielfähigkeit oder gar drohender Berufsunfähigkeit, die für ihre Anliegen keine Anlaufstelle fanden. Viele Betroffene sprachen nicht über ihre Sorgen und Ängste. Noch heute scheint das Thema ein Tabu zu sein.

Präsidiert wurde die Gesellschaft bisher von Pia Bucher (Musikerin und Diplom-Kinesiologin, 1997 bis 2011); Martina Berchtold-Neumann (Diplompsychologin FSP, 2011 bis 2020) und Wolfgang Böhler (Musikphilosoph, Chorleiter, Journalist, seit 2020).

Ein zentrales Angebot der Gesellschaft war und ist (mit finanzieller Unterstützung durch die Schweizerische Interpretenstiftung, SIS) eine unabhängige, niederschwellige gesamtschweizerische Beratungsstelle. Sie wurde bis 2017 von Pia Bucher geleitet, von 2017 bis 2019 von Dr. med. Peter Schönenberger, von 2020 bis 2021 von Dr. med. Felicitas Sigrist und seit 2022 von Dr. med. Daniela Gut. Seit 2023 leitet sie die Musik-Physiotherapeutin Marjan Steenbeek. Die Gesellschaft arbeitet überdies mit lokalen Interdisziplinären Musikersprechstunden in Bern, Luzern, Locarno, Zürich, Genf und Basel zusammen.

Ab 1998 engagierte sich die SMM mit Kooperationen und Fachvorträgen zu Musikermedizin bei Musikerverbänden, an Musikhochschulen und Musikschulen. Im gleichen Jahr und bis 2003 führte sie Weiterbildungsseminare in Italien und im Hindemith-Zentrum in Blonay (CH) durch. 2001 kamen in allen Berufs- und Symphonieorchestern der Schweiz zudem Fachvorträge und Workshops zum Thema Gesundheit im Orchester hinzu. Die Forschungsaktivitäten betonten die interdisziplinäre Zusammenarbeit.

Damit verfügt die Gesellschaft heute über ein Netz von Fachleuten vorwiegend aus den Bereichen Medizin, Psychologie, Therapie, Pädagogik und Musik.

Die Themen der Symposien waren bisher:

2003 Der Rücken des Musikers (Zürich)
2004 Die Hände des Musikers (Zürich)
2005 Psychische Belastungen im Musikerberuf (Zürich)
2005 Troubles auditifs et corporels chez les musiciens (Lausanne)
2006 Musikmedizinische Aspekte in der Ausbildung (Zürich)
2007 Gesundheit im Musikerberuf (Bern)
2008 Psychosomatische Aspekte in der Musik-Medizin (Basel)
2009 Malattie professionali specifiche dei musicisti e la loro preventione (Lugano)
2009 Gehör-Augen-Stimme und deren Koordination beim Musizieren (Luzern)
2010 La santé du musicien (Genève)
2011 Ergonomische Aspekte der Musikausübung (Bern)
2012 Musik im Kopf- Neurowissenschaftliche Betrachtung des Musizierens (Luzern)
2013 Gesundes Musizieren im Kindes- und Jugendalter (Zürich)
2014 Musizieren im Alter (Bern)
2015 Stress und Musizieren (Basel)
2016 Der Amateurmusiker (Bern)
2017 Mentales Training für Musiker (Zürich)
2018 Warnsignal Schmerz (Luzern)
2019 Von Digital zum Körper – Ressourcenorientierung im Musikeralltag (Basel)
2022 Ein Ziel – viele Wege (Bern)